Über Nadja Halm
Zehn Jahre Berlin und Antwerpen, seit 2019 zurück in Basel.

Zwei Städte
2009–2019
Ein Weg über zwei Städte
Nadja Halm hat zehn Jahre in Berlin und Antwerpen gearbeitet, bevor sie 2019 nach Basel zurückgekehrt ist. Mitgebracht hat sie keine neue Trendtechnik, sondern eine Haltung: weniger Termine, mehr Zeit pro Kopf.
In Berlin hat sie in Häusern gearbeitet, in denen an einem Samstag vierzig Köpfe durchlaufen. In Antwerpen war es ein kleines Atelier mit drei Stühlen und einem Terminbuch, in das man sich zwei Monate im Voraus eintrug. Aus beidem ist derselbe Schluss geworden: die Qualität eines Schnitts entscheidet sich nicht an der Technik, sondern an der Zeit, die man vor dem ersten Schnitt mit Schauen verbringt.
Ein Stuhl
5 Termine · 90 Min.
Ein Stuhl
Studio Halm hat einen Stuhl. Nadja Halm nimmt pro Tag fünf Termine an — nicht mehr, auch wenn mehr möglich wäre. Jeder Termin bekommt 90 Minuten, ohne Musik im Hintergrund, ohne Programm nebenher.
Das ist keine Pose, sondern Rechnung: wer nach dem vierten Kopf schneidet, schneidet, was er kennt. Fünf Termine sind die Zahl, bei der der letzte noch dieselbe Aufmerksamkeit bekommt wie der erste. Deshalb gibt es hier auch keine Warteschlange und kein Wartezimmer — wer kommt, ist dran.

Der Platz neben dem Stuhl — für einen, nicht für eine Schlange
Die Haltung
Trocken, Naturton, gewachsen
Die Haltung dahinter
Geschnitten wird trocken, damit sichtbar ist, wie das Haar tatsächlich fällt. Gefärbt wird in Naturtönen, damit die Farbe mitwächst statt aufzufallen. Beides zusammen ergibt einen Schnitt, der auch nach Monaten noch stimmt.
Das Publikum sind Leute mit gewachsener Frisur, die nicht alle sechs Wochen von vorn anfangen wollen. Wer eine Verwandlung sucht, ist hier am falschen Stuhl — wer eine Länge über Jahre tragen will, am richtigen.
Anfrage
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